Freie Trauung in Italien – Villa Mapelli Mozzi – Zum Hause meiner Lieben, dann sag› ihr, dass ich Tag und Nacht von ihr geträumt!
Es war mir eine grosse Ehre diese freie Trauung in Italien in der Villa Mapelli Mozzi durchzuführen. Ein richtiges Familienfest, denn wie es sich herausgestellt hatte, war der Bräutigam ein Cousin 2. Grades (unsere Grossväter waren Brüder) von mir. So lernte ich bei der Hochzeit noch einen bisher unbekannten Teil meiner (unserer) Familie kennen.
Familie
Mit der Hochzeit wird man eine Familie. Es entsteht ein neuer Kern, der die Geschichte der Familie weiter führt. Somit sind wir ein Teil eines Grösseren.
Hochzeitsgebet und Meditation
Ach seht wie im Winde die Linde nun zittert, ihr Laub vor dem Walde zu Balde verwittert. Und klag auf der Heide mit Leide man übet so hat mir die Minne die Sinne betrübet. Ach, sehnende Leiden bescheiden mit Sorgen die muss ich ertragen ohne Klagen verborgen.
Die stets mir verholen gestohlen den Schlummer die lässt mich vergehen in Wehen und Kummer. Oh gnädig erscheine du Reine mir Armen und lass Dich die Schmerzen von Herzen erbarmen. Den Geist mir entbinde geschwinde vom Leide aus wogendem Feuer dein Steuer mich scheide.
Vöglein, wohin so schnell? »Nach Norden, nach Norden! Dort scheint die Sonne nun so hell, dort ist's nun Frühling worden.« O Vöglein mit den Flügeln bunt, und wenn du kommst zum Lindengrund. Zum Hause meiner Lieben, dann sag' ihr, dass ich Tag und Nacht von ihr geträumt, an sie gedacht, und dass ich treu geblieben. Und die Blumen im Tal grüss tausend, tausendmal!
Hochzeit in Italien
Täglich ging die wunderschöne Königstochter auf und nieder um die Abendzeit am Springbrunn, wo die weissen Wasser plätschern. Immer stand der junge Sklave um die Abendzeit am Springbrunn, wo die weissen Wasser plätschern. Täglich ward er bleich und bleicher. Eines Abends trat die Fürstin auf ihn zu mit raschen Worten: »Deinen Namen will ich wissen, deine Heimat, deine Sippschaft!« Und der Sklave sprach: »Ich heisse Giovanni, ich bin aus Sizilien, und mein Stamm sind jene Pino, welche sterben, wenn sie lieben.«
Fotograf: Simone Colombo
Ort: Villa Mapelli Mozzi